02/03/26

25 deutsche Schiffe stecken im Persischen Golf fest

25 Schiffe von sieben deutschen Reedereien befinden sich nach Angaben des Verband Deutscher Reeder (VDR) derzeit Persischen Golf. Nach Angriffen der iranischen Revolutionsgarde in der  Straße von Hormus stecken sie nun fest. Reedereien haben Krisenstäbe eingerichtet.
25 deutsche Schiffe stecken im Persischen Golf fest

Nahezu alle großen Linien untersagen ihren Schiffen derzeit die Passage in den Persischen Golf. Auch das Hamburger Traditionsunternehmen Hapag-Lloyd setzt sämtliche Durchfahrten durch die Straße von Hormus aus. Man beobachte die Lage sehr genau, erklärte ein Unternehmenssprecher. Notfallpläne lägen bereit - die Sicherheit von Besatzungen habe oberste Priorität.

Fahrten durch das Rote Meer und den Suezkanal, die zuletzt unter anderem gemeinsam mit Maersk wieder aufgenommen worden waren, wurden erneut umgeroutet. Während einzelne Schiffe noch rechtzeitig vor der Einfahrt in die Meerenge gestoppt werden konnten, ist die Situation für Einheiten im Golf deutlich schwieriger. Die Reedereien MSC und CMA CGM haben ihre Kapitäne angewiesen, geschützte Positionen aufzusuchen.

Kapitäne sollen geschützte Positionen ansteuern

Unter den 25 deutschen Schiffen im Golf befinden sich nach VDR-Angaben auch zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen rund 7000 Passagieren an Bord. Auch sie können die Region derzeit nicht durch die Straße von Hormus verlassen.

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In zahlreichen Reedereien tagen Krisenstäbe. Wo es operativ möglich ist, werden Schiffe umgeleitet – etwa um das Kap der Guten Hoffnung statt durch den Suezkanal –, aus gefährdeten Seegebieten abgezogen oder in sicheren Positionen zum Abwarten gebracht. AIS-Daten zeigen, wie sich Dutzende Schiffe vor der Straße von Hormus auf Reede liegen.

Eine offizielle Blockade der Straße von Hormus besteht derzeit nicht. Allerdings berichten Reedereien von Warnungen des Iran über den Funkkanal 16. Bei Angriffen auf mehrere Frachter ist bislang ein Seemann ums Leben gekommen (HIER liest Du mehr).

Warnungen und GPS-Störungen

Hinzu kommen massive Störungen des GPS-Satellitensystems. Branchennachrichten zufolge sollen innerhalb von 24 Stunden bei rund 1100 Schiffen Navigationssysteme beeinträchtigt worden sein. Ein erhebliches Sicherheitsrisiko in einer der meistbefahrenen Seestraßen der Welt.

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UPDATE: Ebrahim Jabbari, General der Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC), drohte im iranischen Staatsfernsehen, man werde „nicht zulassen, dass ein einziger Tropfen Öl die Region verlässt“. Die Straße von Hormus sei „geschlossen“, jedes Schiff, das die Meerenge passieren wolle, werde man „in Brand setzen“.

Zuletzt geriet am Montagnachmittag die „ATHE NOVA“ in Brand, nachdem sie von zwei iranischen Drohnen beschossen worden war.

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