Es war noch früh am Sonntagmorgen, als der Notruf einging. 28 Wattwanderer und vier Guides befanden sich auf dem Weg von der friesischen Küste nach Ameland. Mitten im Watt, bei Ebbe, in der Morgenkälte. Mehrere Personen zeigten Anzeichen von Unterkühlung. Um 06:45 Uhr alarmierten sie die Rettungsdienste.
Hubschrauber, Rettungsboote, private Helfer
Was dann folgte, war ein Einsatz auf mehreren Ebenen. Das Küstenwachzentrum koordinierte die Rettungsaktion, die KNRM schickte mehrere Boote, die Küstenwache einen Hubschrauber. Private Boote unterstützten zusätzlich. Das niedrige Wasser machte die Lage noch komplizierter: Weil die Boote nicht herankamen, musste die Bergung aus der Luft erfolgen.
Alle 32 Personen wurden aus dem Watt gerettet und nach Ameland gebracht. Im Bootshaus der KNRM konnten sie duschen, trockene Kleidung anziehen und sich medizinisch versorgen lassen. Lebensgefahr bestand bei niemandem.
"Wadlopen" – faszinierend und unterschätzt
Wattwandern gehört an der friesischen Küste zur Tradition. Die Überquerung von der Küste zu den Inseln – nach Ameland, Schiermonnikoog oder Terschelling – ist ein faszinierendes Naturerlebnis. Doch das Watt ist kein harmloses Terrain. Gezeiten, Schlick, Nebel und Kälte können eine Gruppe schnell in eine ernste Lage bringen.
Auch dann, wenn erfahrene, zertifizierte Guides dabei sind, wie dieser Fall zeigt.



























