Bei dem Schiff handelt es sich um die CMA CGM Monza, einen erst 2024 gebauten Ro/Ro-Carrier. Nach dem Ablegen aus dem Kaiserhafen II lief das Schiff nordwärts aus. Wegen böiger, schwieriger Windverhältnisse hatte der Kapitän vorsorglich einen zusätzlichen Hafenschlepper angefordert, um das Manöver abzusichern.
Trotz dieser Unterstützung kam es gegen 02:30 Uhr UTC zur Kollision: In der engen Passage verlor der Kapitän offenbar die vollständige Kontrolle über das Schiff. Die Steuerbordseite streifte die Pierkante. Der Rumpf wurde auf einer Länge von rund sechs Metern aufgerissen, zum Glück etwa 2,5 Meter oberhalb der Wasserlinie.
Schaden oberhalb der Wasserlinie
Dass sich der Schaden oberhalb der Wasserlinie befindet, verhinderte Schlimmeres: Es trat kein Treibstoff aus, auch verletzt wurde niemand. Für einen Autotransporter dieser Größe hätte ein Leck unterhalb der Wasserlinie schnell zu einer komplexen Havarie führen können.
Die Wasserschutzpolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den 56-jährigen Kapitän ein. Zudem wurde ein Auslaufverbot verhängt: Die „CMA CGM Monza“ darf den Hafen erst wieder verlassen, wenn der Schaden vollständig repariert ist. Stand Sonntagabend lag das Schiff weiterhin im inneren Hafen von Bremerhaven...
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