Das war knapp - bei eisigen Temperaturen auf der Außenweser...
Um kurz vor 15 Uhr am Samstagnachmittag (31. Januar) erhielt die Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, die Notmeldung: Auf einem Motorboot drang Wasser ein! Die bordeigene Lenzpumpe kam nicht dagegen an.
Das 16,4 Meter lange Boot, ein ehemaliges Lotsenversetzboot, befand sich im Fahrwasser der Außenweser auf Höhe der unbewohnten Insel Mellum. Die beiden niederländischen Eigner versuchten noch, irgendwie Bremerhaven zu erreichen. Doch mit jeder Minute verschlechterte sich ihre Lage - und dies bei Wasser- und Lufttemperaturen knapp über 1 Grad.
Bremerhavener Seenotretter eilen zur Hilfe
Unmittelbar nach Eingang des Notrufs alarmierte das MRCC den Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER, der in Bremerhaven stationiert ist. Die Besatzung lief sofort aus und nahm mit Höchstgeschwindigkeit Kurs auf die gemeldete Position. Rund 45 Minuten später gingen die Seenotretter längsseits des Havaristen. Ein Seenotretter stieg auf das Motorboot über. Das Wasser stand bereits etwa ein halber Meter hoch im Schiff.

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Zunächst gelang es, den Wassereinbruch mit einer zusätzlichen Pumpe der Seenotretter unter Kontrolle zu bringen. Doch dann vergrößerte sich das Leck im Rumpf plötzlich. Geistesgegenwärtig dichtete der übergesetzte Seenotretter die Schadstelle provisorisch mit einem Pfropfen ab.
Retter reagiert geistesgegenwärtig
So konnte der Zufluss zumindest vorübergehend stark reduziert werden. Unter ständigem Lenzen schleppte der Seenotrettungskreuzer das schwer angeschlagene Boot anschließend nach Bremerhaven.
Ohne den schnellen und couragierten Einsatz der Seenotretter hätte der Wassereinbruch ganz anders enden können. Wie gut, dass es die Retter gibt. Allein finanziert durch Spenden...


























