Die Isles of Scilly bestehen aus mehr als 140 Inseln, von denen nur fünf bewohnt sind. Versorgt wird der Archipel fast ausschließlich über den Seeweg. Fällt diese Verbindung aus, hat das unmittelbare Konsequenzen für den Alltag der rund 2.200 Einwohner – und für die Versorgung der Besucher.
Wie fragil diese Versorgung sein kann, zeigt sich aktuell: Technische Probleme bei zwei Schiffen führen zu leeren Regalen im einzigen Supermarkt der Inselhauptstadt St Mary’s.
Erst der Kompass, dann der Steuerbordmotor
Zunächst traf es das Frachtschiff Gry Maritha, das für den Großteil der Warenlieferungen zuständig ist. Der Kompass fiel aus. Die Situation verschärfte sich weiter, als auch die Passagierfähre Scillonian III außer Betrieb genommen werden musste. Ursache war ein Defekt am Steuerbordmotor.

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Die Fähre transportiert nicht nur Reisende, sondern unterstützt auch die Versorgung mit Gütern. Laut Betreiber, der Isles of Scilly Steamship Group, wurden Passagiere entschädigt oder umgebucht. Man versprach, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzuzstellen.
Die aktuellen Probleme treffen auf eine ohnehin angespannte Lage: Bereits im Dezember war die Gry Maritha beschädigt worden, als die Welle der Ankerwinde ausfiel. Ein Ersatzteil wird noch gefertigt. Der jüngste Kompassfehler verschärft die Situation zusätzlich.
Kritik der Touristiker
Andrew Snell, Vorsitzender der Tourismusorganisation "Visit Isles of Scilly", wandte sich in einem offenen Schreiben an das Unternehmen und kritisierte die wiederkehrenden Probleme. Für Bewohner und Besucher stelle sich nicht die Frage nach künftigen Verbesserungen, sondern nach der aktuellen Versorgung...
Wir von Ankerherz mögen die Isles of Scilly nach einem Besuch sehr. Wer mehr darüber erfahren möchte, was die dortigen Seenotretter auf dem wilden Atlantik erleben, ist HIER richtig.

























