Das am Samstag vor Helgoland manövrierunfähig gewordene Seebäderschiff „Funny Girl" ist gegen 22.15 Uhr sicher im Hafen von Cuxhaven angekommen. An Bord befanden sich 69 Personen. Verletzte gab es keine. Die DGzRS hatte vorsorglich einen Rettungswagen zum Anleger geschickt; laut Feuerwehr Cuxhaven musste niemand vor Ort behandelt werden.
Über den Verlauf der Havarie hatten wir bereits im Ankerherz Blog berichtet. Das Schiff hatte gegen 12.45 Uhr rund vier Seemeilen östlich von Helgoland technische Probleme gemeldet und trieb anschließend knapp zwei Stunden manövrierunfähig in der Nordsee. Ein Anlegen auf Helgoland war nicht möglich.
So lief die Rettung vor Helgoland
Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE nahm die „Funny Girl" zunächst auf den Haken und schleppte sie in Richtung Festland. Stürmisches Wetter auf der Nordsee und hoher Wellengang erschwerte die Rettungsaktion der Helgoland-Fähre. Bis zu sieben Windstärken mussten die Retter auf offenem Meer trotzen, sagt ein DGzRS-Sprecher dem NDR. Als der Bereich der Außenelbe erreicht war, wurden die Bedingungen etwas einfacher.
Nach rund zwei Stunden übernahm der Bergungsschlepper „Nordic" den Schleppanhang. Gegen 18.00 Uhr übergab die „Nordic" das Schiff an den kommerziellen Schlepper „Wulf 4" sowie einen weiteren Schlepper. Die HERMANN MARWEDE kehrte zu diesem Zeitpunkt nach Helgoland zurück. Der Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK sicherte das Schleppmanöver bis Cuxhaven.

Die Reederei Adler & Eils will die „Funny Girl" in Cuxhaven einer technischen Untersuchung unterziehen. Das Schiff war bereits vor knapp zwei Jahren havariert. Fahrten zwischen Büsum und Helgoland fallen mindestens am Sonntag und Montag aus; bereits gebuchte Tickets werden automatisch erstattet oder umgebucht.

























