19/07/25

Herzinfarkt vor Wangerooge: Dramatische Rettung mIt Hubschrauber

Ein Mann erleidet auf einem Segelboot im Spiekerooger Wattfahrwasser einen Herzinfarkt. Die Lage ist kritisch, das Boot sitzt im flachen Wasser fest. Seenotretter und ein Hubschrauber der Northern Helicopter reagieren schnell – es beginnt ein präzise koordinierter Einsatz zwischen Luft und See.
Seenotretter Hubschraubereinsatz vor Wangerooge

Ein Segler erleidet einen Herzinfarkt, sein Boot liegt manövrierunfähig im flachen Wasser des Spiekerooger Wattfahrwassers: Am Freitagabend waren die Seenotretter der freiwilligen DGzRS-Station Wangerooge und ein Rettungshubschrauber im Großeinsatz, um das Leben des Mannes zu retten.

Herzinfarkt vor Wangerooge

Kurz nach 18 Uhr meldete sich seine Ehefrau telefonisch bei der deutschen Rettungsleitstelle See (MRCC Bremen). Ihr Mann war an Bord ihres rund zehn Meter langen Segelboots zusammengebrochen und zwischenzeitlich bewusstlos. Während der Einsatzleiter sie per Telefon zur Ersten Hilfe anleitete, alarmierte die DGzRS das Seenotrettungsboot FRITZ THIEME sowie den Rettungshubschrauber Northern Rescue 01 von Northern Helicopter.

Seenotrettungsboot Fritz Thieme

Seenotretter und Hubschrauber trafen fast gleichzeitig am Einsatzort ein. Das Boot war bei ablaufendem Wasser auf eine Untiefe geraten und für das Seenotrettungsboot nicht mehr direkt erreichbar. Ein Notfallsanitäter wurde per Winde vom Hubschrauber auf dem Segelboot abgesetzt. Notarzt und medizinische Ausrüstung gingen zeitgleich per Hubschrauberwinde auf die FRITZ THIEME über. Schwacher Wind und glatte See erleichterten die präzisen Manöver.

Mit der medizinischen Erstversorgung durch den Sanitäter stabilisierte sich der Zustand des Mannes. Seine Frau übernahm das Ruder, befreite das Boot aus dem Flachwasser und steuerte es in tiefere Fahrwasserbereiche. Die Seenotretter gingen längsseits, sodass nun auch der Notarzt an Bord überwechseln konnte. Aufgrund der medizinischen Lage wurde entschieden, den Patienten weiter an Bord zu behandeln.

Seenotrettungsboot Fritz Thieme

Die FRITZ THIEME schleppte das Boot nach Wangerooge, wo es kurz nach 20 Uhr den Hafen erreichte. Da der Hubschrauber dort nicht landen konnte, wartete ein Rettungswagen, der den Patienten zum Flugplatz der Insel brachte. Von dort wurde er mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus auf dem Festland geflogen. Die Seenotretter halfen der Seglerin anschließend beim Festmachen ihres Bootes im Yachthafen.

Noch in derselben Nacht wurde die Crew der FRITZ THIEME erneut alarmiert: Ein weiterer dringender Krankentransport von Wangerooge ans Festland war erforderlich – dieses Mal ohne Hubschrauber, da wegen der Dunkelheit kein Lufttransport möglich war.

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