Wie die Branchenportale „Kreuzfahrt Aktuelles“ und „Schiffe und Kreuzfahrten“ berichten, informierte der Kapitän gegen 23 Uhr die Passagiere über die Lage. Ein schwer erkrankter Patient müsse so schnell wie möglich an Land medizinisch versorgt werden.
Notausschiffung keine Seltenheit
Das 252 Meter lange Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Atlantik. Der Kapitän änderte daraufhin seine Route und kehrte nach Santa Cruz de Tenerife zurück – also den Hafen, den das große Kreuzfahrtschiff kurz zuvor erst verlassen hatte. Dort wurde der Patient an den Rettungsdienst übergeben und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Hintergrund: Eine solche sogenannte Notausschiffung ist in der Kreuzfahrt keine Seltenheit. Auf See sind die medizinischen Möglichkeiten trotz gut ausgestatteter Bordhospitäler begrenzt. Wenn ein Zustand es erfordert, wird der Patient so schnell wie möglich an Land gebracht. In manchen Fällen erfolgt dies per Hubschrauber – etwa dann, wenn kein Hafen in erreichbarer Nähe liegt.
Notausschiffungen sind auch ein wiederkehrendes Thema im Ankerherz-Buch "Dr. Kreuzfahrt", in dem ein alter Schiffsarzt aus seinem aufregenden Leben erzählt. Häufig musste er abwägen, ob ein erkrankter Passagier seetüchtig war (MEHR dazu). In einem dramatischen Fall - mit dem das Buch startet - wird der Patient im Sturm auf der wilden Biskaya ausgeflogen.
Schiff setzt Reise fort
Nach der erfolgreichen Ausschiffung setzte die AIDAbella ihre Reise fort. Gegen 0.40 Uhr in der Nacht lief das Schiff wieder aus. Der nächste planmäßige Stopp in Puerto del Rosario wurde mit leichter Verspätung erreicht. Die Reise begann in Las Palmas de Gran Canaria und führt unter anderem nach Funchal, Santa Cruz de Tenerife, Puerto del Rosario und Arrecife.
Wir wünschen dem erkrankten Passagier gute Besserung!


























