09/01/24

Schottland: Komplizierter Einsatz für Seenotretter am Lismore Lighthouse

Schottland: Komplizierter Einsatz für Seenotretter am Lismore Lighthouse - Ankerherz Verlag

Schottland: Das war ein komplizierter Einsatz nahe des Lismore Lighthouse für die Seenotretter der Station Oban. Über Notruf wurde gemeldet, dass sich jemand ein Bein auf der Insel gebrochen hatte. Es wurde voll an Bord des Seenotrettungskreuzers…

Lismore Lighthouse ist ein Wächter der See auf der kleinen, unbewohnten Insel Eilean Musdile. Entworfen wurde er vom Clan der legendären Leuchtturmbauer Stevenson (deren Geschichte wir im Kleinen Buch vom Meer: Leuchttürme erzählen). 26 Meter hoch ist der weiße, elegante Leuchtturm – und ein beliebtes Fotomotiv für Alle, die auf der Fähre von Oban nach Mull unterwegs sind.

Der Notruf, der bei der Coast Guard einging, meldete einen Verletzten mit einem Beinbruch auf der Insel Lismore in direkter Nachbarschaft des Leuchtturms. Ob es sich dabei um einen Wanderer handelt, geht aus der Einsatzmeldung nicht hervor.

Einsatz auf der Insel Lismore

Die freiwillige Besatzung der RNLI Station Oban legte um kurz nach 16 Uhr mit ihrem Allwetter-Rettungsboot ab, um auf Lismore bei der Bergung des Unfallopfers zu helfen. Problem: Der Mann sollte sich laut Meldung eine Meile landeinwärts befinden, also weit weg von der Pier.


Einsatz auf Lismore für die Seenotretter der RNLI Oban. Foto: RNLI

 

Das Rettungsboot „Mora Edith MacDonald“ (Foto) verließ  seinen Liegeplatz daher nicht nur mit der üblichen Crew aus sieben Freiwilligen. Sondern man nahm zusätzlich  zwei Sanitätern des Scottish Ambulance Service und fünf Mitgliedern des Oban Coastguard Rescue Teams an Bord. Um frische Kräfte zu haben, für den Fall, dass der Verletzte weit über schwieriges Terrain getragen werden musste.

Inselfeuerwehr war schon zur Stelle

Bei der Ankunft am Pier am Nordende von Lismore stellte sich dann heraus: Die Inselfeuerwehr von Lismore hatte sich der Sache schon angenommen.  Der Verletzte wartete transportbereit am Landeplatz neben dem Rettungsboot. Er wurde auf der Pier von den Sanitätern behandelt und dann auf den Seenotrettungskreuzer gebracht.

Auf dem Rückweg nach Oban bemühte sich der Vormann, einen Kurs zu finden, der das Boot so ruhig wie möglich in den Wellen hielt… Der Verunglückte kam ins Krankenhaus.


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