Das 34 Meter lange Fahrgastschiff war nach kurzzeitigen Maschinenproblemen direkt neben dem schmalen Fahrwasser im Salzhaff auf Grund geraten. Das flache Gewässer gehört zur Mecklenburger Bucht und wird von der Halbinsel Wustrow begrenzt.
Der Kapitän meldete sich am Nachmittag bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre Bremen (MRCC Bremen). Weil sich das Schiff aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte, alarmierte die Leitstelle zunächst die Freiwilligenstation Timmendorf/Poel.
Zusätzliche Hilfe nötig
Das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI erreichte den Havaristen etwa eine halbe Stunde später. Schnell zeigte sich jedoch, dass zusätzliche Hilfe nötig war. Deshalb lief auch der Seenotrettungskreuzer ARKONA aus Warnemünde zum Einsatzort aus.
Die Seenotretter boten den Passagieren an, sie vorsorglich mit dem Rettungsboot an Land zu bringen. Dieses Angebot musste allerdings niemand nutzen. Gefahr bestand nach Angaben der DGzRS zu keinem Zeitpunkt.
Weil das Wasser im Salzhaff sehr flach ist, konnte die ARKONA nicht direkt an das Fahrgastschiff heranfahren. Das kleinere Seenotrettungsboot brachte deshalb eine Schleppleine vom Kreuzer zur „Ostseebad Rerik“. Erschwert wurde der Einsatz zusätzlich durch einen Nordostwind mit drei bis vier Windstärken. Dadurch sank der Wasserstand im Haff während der Rettungsaktion sogar noch um einige Zentimeter.
Angebot an Fahrgäste
Schließlich gelang es den Besatzungen beider Rettungseinheiten gemeinsam, das Fahrgastschiff zurück in tieferes Wasser zu ziehen. Anschließend konnte die Ostseebad Rerik ihre Fahrt selbstständig fortsetzen.
Bildunterschrift: Seenotrettungskreuzer ARKONA (teilweise vorn im Bild) und Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI ziehen die „Ostseebad Rerik“ zurück in tieferes Wasser. (Bild: Die Seenotretter – DGzRS)


























