Das Schiff befand sich auf der Rückreise von einer Kreuzfahrt nach Bermuda, als die Besatzung den Vorfall meldete. Nach Angaben der Küstenwache war ein Mann von einem oberen Deck ins Meer gefallen. Eine Überwachungskamera hatte den Moment des Sturzes aufgezeichnet.
An Bord wurde umgehend ein „Man Overboard“-Alarm ausgelöst. Teile der Decks sieben und acht wurden für Passagiere gesperrt, während die Crew sofort Gegenmaßnahmen einleitete. Die Norwegian Breakaway drehte ab und begann mit einer systematischen Suche entlang der vermuteten Unglücksstelle.
Suche mit Hubschraubern
Kurz nach 1 Uhr in der Nacht beteiligte sich ein Hubschrauber der United States Coast Guard an der Rettungsaktion. Trotz des koordinierten Einsatzes aus der Luft und von See blieb die Suche erfolglos. Am Sonntagmittag um 12:25 Uhr wurde sie offiziell eingestellt. Das Kreuzfahrtschiff setzte anschließend seine Fahrt fort und kehrte in den Hafen von Boston zurück.
Helden der See von Ankerherz - HIER bestellen!
Die Reederei Norwegian Cruise Line erklärte in einem Statement: „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Crew haben höchste Priorität. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei der Familie des Crewmitglieds.“
Geringe Überlebenschancen
Fälle wie dieser sind selten. Weltweit kommt es pro Jahr zu etwa 20 bis 25 „Man-overboard“-Zwischenfällen auf Kreuzfahrtschiffen. Die Überlebenschancen sind gering. Moderne Schiffe verfügen über hohe Relings und Sicherheitsvorkehrungen, die unbeabsichtigte Stürze erschweren. Häufig liegen den Unglücken außergewöhnliche Umstände zugrunde. Was an Bord der "Norwegian Breakaway" geschah, wollen nun Ermittler klären.
Die "Norwegian Breakaway" wurde auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut, wo sie 2013 abgeliefert wurde. Mit einer Länge von rund 326 Metern und einer Vermessung von etwa 145.000 BRZ zählt sie zu den großen, modernen Kreuzfahrtschiffen ihrer Generation. Bei Doppelbelegung bietet das Schiff Platz für knapp 4.000 Passagiere, dazu kommen rund 1.650 Crewmitglieder. Konzipiert wurde die Norwegian Breakaway vor allem für den nordamerikanischen Markt.


























