05/03/25

Viermastbark Passat in Travemünde soll ab 2026 saniert werden

Das Wahrzeichen von Travemünde, die Viermastbark "Passat", soll ab 2026 saniert werden. Die Kosten werden auf 25 Millionen Euro geschätzt. Jeder Cent gut angelegtes Geld...

Viermastbark Passat in Travemünde soll ab 2026 saniert werden

Die berühmte Viermastbark „Passat“, schwimmendes Wahrzeichen von Travemünde, soll saniert werden. Nach mehr als sechs Jahrzehnten als Museumsschiff und Veranstaltungsort sind umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen erforderlich. Die Hansestadt Lübeck plant, insbesondere den Brand- und Klimaschutz zu modernisieren sowie die Barrierefreiheit zu verbessern.

Wahrzeichen von Travemünde

Die Kosten der Sanierung werden auf rund 25 Millionen Euro geschätzt. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) betonte, dass das Schiff weiterhin wirtschaftlich betrieben werden solle. Die Stadt hofft auf Fördergelder und Spenden, um das Projekt zu realisieren. „Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeiten 2026 beginnen können“, erklärte Hans-Joachim Friedemann, Leiter des Sport- und Schulbereichs der Stadt. Der jährliche Unterhalt des Traditionsschiffs kostet knapp 350.000 Euro.

Seit 1960 liegt die „Passat“ als Museumsschiff in Travemünde vor Anker. Doch ihre Geschichte reicht weit zurück – in eine Zeit, in der Segelschiffe die Weltmeere beherrschten.

Schiff mit großer Geschichte

Die „Passat“ wurde 1911 auf der Werft Blohm & Voss in Hamburg gebaut und gehört zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz. Diese schnellen und robusten Segler transportierten vor allem Salpeter, Getreide und andere Massengüter zwischen Europa und Südamerika.

Mit einer Länge von 115 Metern, einer Breite von 14,95 Metern und einer Masthöhe von 56 Metern war die „Passat“ eines der letzten großen frachttragenden Segelschiffe. Besonders berüchtigt waren Reisen rund um Kap Hoorn, eine der gefährlichsten Seerouten der Welt.

Bis in die 1930er-Jahre segelte die „Passat“ im Salpeterhandel tätig, wurde dann aber stillgelegt und überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet. In den späten 1940er-Jahren erlebte sie noch einmal eine Renaissance als Schulschiff. Schließlich wurde sie 1957 außer Dienst gestellt – und entging nur knapp der Verschrottung.

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Ein Glücksfall für Travemünde: 1960 kaufte die Stadt Lübeck den Segler und machte ihn zu einem beliebten Museumsschiff und Veranstaltungsort. Mit der anstehenden Sanierung soll sichergestellt werden, dass dieses maritime Erbe erhalten bleibt - eine gute Nachricht für Alle, die ein Herz für maritime Dinge haben.

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