"Unser Standpunkt basiert nach wie vor auf dem Gutachten des Deutschen Meeresmuseums (DMM) und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Demnach ist der Versuch einer Lebendbergung mit erheblichem Stress und einem hohen Verletzungsrisiko für den gestrandeten Buckelwal verbunden, das nicht im Verhältnis zu den Erfolgsaussichten steht (MEHR dazu).
Diese Einschätzung teilen auch internationale Forschungseinrichtungen und Organisationen, die über umfangreiche praktische Erfahrung in der Rettung gestrandeter Meeressäuger verfügen. (MEHR dazu).
Keine Vorabinformation
"Wir wurden über den aktuellen Versuch nicht vorab informiert, ebenso wenig wie die bislang beteiligten Institute und Organisationen, darunter DMM, ITAW und Greenpeace. Daher können wir nicht beurteilen, wie der Bergungsversuch im Detail ablaufen soll und ob bzw. inwieweit die im aktuell gültigen Gutachten angesprochenen tierwohlbezogenen Problematiken bedacht wurden.
Unklar ist zudem, wer die wissenschaftliche Begleitung und Kontrolle der Arbeiten am Tier übernimmt oder ob Abbruchszenarien definiert wurden, um das Tier vor weiterem Leid zu schützen.

Für Sea Shepherd hat der Schutz von Meerestieren allerhöchste Priorität und wir wünschen uns natürlich einen positiven Ausgang.
Erhebliche Risiken
Dennoch müssen wir festhalten, dass dieser Bergungsversuch erhebliche Risiken beinhaltet, die bei der Erteilung der Duldung durch Minister Backhaus scheinbar keine Rolle gespielt haben. Laut dem gültigen Gutachten ist die Gefahr eines Bergungstodes enorm, sodass das Tier – gesetzt den Fall, dass Aufnahme und Transport glimpflich verlaufen – bei der Freilassung oder kurz darauf stirbt.
Zudem muss davon ausgegangen werden, dass sich immer noch größere Netzreste im Maul und Schlund des Tieres befinden, die leider nicht entfernt werden können. Auch dies macht ein Überleben mittelfristig unmöglich."
Hinweis von Ankerherz: Diese Einschätzung teilen auch andere Organisationen wie z.B. der Tierschutzbund. Alle Einrichtungen erleben wie wir derzeit einen massiven Shitstorm einer aufgebrachten Gruppe, die auch vor Drohungen und Verleumdungen nicht zurückschreckt. Wir finden es umso wichtiger, dass weiter eine faktische und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung stattfindet - und Wissenschaftler wie Experten nicht mundtot gemacht werden.

























